Infos zum EMDR Curriculum

Ausbildungsteilnahme: PsychologInnen / Psychotherapie, ÄrztInnen / Psychotherapie sowie approbierte Kinder- und JugendlichentherapeutInnen. (Für andere Länder gelten teilweise andere Voraussetzungen, bitte per Email erfragen)

Das EMDR Curriculum umfasst:
24 (Zeit-)Stunden Theorie zu EMDR
18 (Zeit-)Stunden Supervidierte EMDR – Praxisübungen
10 (Zeit-)Stunden Supervision
in der Summe 52 (Zeit-)Stunden

Kooperation

Die EMDR Ausbildung erfolgt in Kooperation mit dem Traumatherapiezentrum Würzburg, Dipl.-Psych. Andrea Iff-Kamm

 

Kosten

Curriculum I  (Frühjahrsbeginn 2019)

Teil 1 und 2   52 Unterrichtseinheiten, Summe 1.196 €
Teil I     14.02.19-17.02.19  (644 €)
Teil II    24.05.19-26.05.19  (552 €)

 

Curriculum II  (Herbstbeginn 2019)

Teil 1 und 2   52 Unterrichtseinheiten, Summe 1.196 €
Teil I     07.11.19-10.11.19 (644 €)
Teil II    07.02.20-09.02.20 (552 €)

Beide Curricula sind inhaltlich gleich.

Veranstaltungsort: EMDR Zentrum für Psychotraumatologie,
Behaimstr. 20, 10585 Berlin – Charlottenburg
Arbeitsweise: es wird nur in kleiner Gruppe bis 15 TN gearbeitet
Anerkennung / Zertifizierung / Kammerpunkte:
Ja, von den Ärzte- und Psychotherapeutenkammern (48-52 Fortbildungspunkte,
abhängig vom Bundesland)
Anerkennung: von EMDRIA und EMDREA

Info für die EMDR Ausbildung der Kinder- und Jugendlichentherapeuten

Der erste Teil dieses Curriculums bietet die Voraussetzung für die weitere Qualifikation zum EMDR-Kinder- und Jugendlichentherapeuten, s.  EMDRIA.

 

Lehrinhalte

EMDR 1
Erlernen u. Anwendung des EMDR Standard-Vorgehens (acht Phasen der EMDR-Behandlung)
Indikationen u. Kontraindikation
Diagnostik des EMDR
Supervision u. Arbeit in supervidierten Kleingruppen. Nach Teilnahme an EMDR 1 kann EMDR bereits in eigenen Behandlungen eingesetzt werden.

EMDR 2
Anwendung von EMDR bei Blockaden. (Kognitives) Einweben, Ressourcenorientierte EMDR-Techniken, Anwendung von EMDR bei PatientInnen mit bspw. Angststörungen, dissoziativen Störungen, Schmerzerkrankungen, Allergien. EMDR bei alten Menschen und bei traumatisierten Kindern u.  Jugendlichen.
Supervision u. Arbeit in supervidierten Kleingruppen.

 

Spezifika der Lehre

Im EMDR Zentrum für Psychotraumatologie  wird , – neben einer präzisen Vermittlung des EMDR-Vorgehens, den damit verbundenen wiss. Implikationen sowie praktischen, supervidierten Eigenerfahrungen mit EMDR im Rahmen der Ausbildung -, Wert gelegt auf

  • ein Verständnis für einen kreativen Einsatz von EMDR, der ermöglicht, dass auch sehr unterschiedliche Zielgruppen (bspw. Säuglinge, alte Menschen, Flüchtlinge) angemessen profitieren können
  • ein Verständnis für Interdisziplinarität, eine gute Verbindung und Kooperation mit dem übrigen medizinischen und weiteren beteiligten Systemen
  • ein Verständnis für die gute Verbindung und Integrierbarkeit von EMDR in weitere Psychotherapieverfahren, bspw. in Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, klinische Hypnotherapie, sowie in andere bifokal-multisensorisch arbeitende Verfahren, wie bspw. Klopfakupressurverfahren
  • ein Verständnis für Wirkfaktoren der EMDR Behandlung, die EMDR teilweise auch mit anderen Verfahren teilt
  • ein Verständnis für den Einbezug des Körpers als Schlüssel zum sogenannten Unbewussten (The body keeps the Score, Bessel van der Kolk), bspw. über (yogisches) Atmung und ein yogisches Verständnis von mind and body. ,
  • ein Verständnis dafür, dass Reden allein in der Psychotherapie nicht ausreicht und manchmal sogar heilsame Prozesse unterbindet
  • ein Verständnis für die Gestaltung und Entwicklung von Ressourcen als praktisch zu erprobende Hilfen für den „Ernstfall“ und
  • ein Verständnis für Heil-Prozesse, die häufig mit der Herstellung von Stabilität im Hier und Jetzt und einer meditativen Betrachtung und Achtsamkeit einhergehen.

Ziel der Arbeit sind kompetente TherapeutInnen, die EMDR flexibel einsetzen und weiterentwickeln können und ihren PatientInnen – neben der Integration und dem angemessenen Management der erlebten Ungerechtigkeiten, Gewalterfahrungen und Entbehrungen – verhelfen zu mehr Sicherheit, Autonomie, Gestaltungskraft und Vertrauen in sich und andere.